Mittwoch, Juli 05, 2017

Ich bin der Mozart des Selbstboykotts

Da ich per Staatsstipendium zur Arbeit am Roman verurteilt wurde, mache ich mich heute, zwei Wochen nach Urteilsverkündung, ans Werk. Doch fassungslos muss ich mir selbst dabei zusehen, wie mich Mikrobenkleines abklenkt. Die drei Fliegen müssen aus dem Zimmer, die Tischplatte entstaubt werden, der Papierkorb geleert, der Bleistift gespitzt, oh, schon so spät, da zahlt sich das Anfangen nicht mehr aus, Hunger! Enerviert betrachte ich meine emsig das Falsche vollbringenden Händen wie eine Mutter ihre passiv-aggressiv-trödelnden Zwillinge. 
Jetzt brummt auch noch eine feiste Hornisse herein, das Alliertengeschwader all dessen, was sich mit mir gegen mich verbündet hat. Ich versuche sie zu ignorieren, prompt verstummt sie auch. Aber die Stille des garstigen Insekts nervt mich noch intensiver. 

Da erlöst mich der Vater mit seiner Bitte, die Erdäpfel zu kochen. Nachmittags schreien die Nachbarskinder laut genug, dass ich gar nicht erst ins Schreibzimmer zurückmuss.

Freitag, Juni 16, 2017

Das Anfütterungsverbot

Ein Gasthof am Lande. Ein älterer Herr schaufelt der ihm gegenübersitzenden jungen Frau Knödel aus der gewaltigen Bratlrein. 

Kevin: Opa, moch' des ned!
Opa: Wos moch i denn?
Kevin: Du fuadast mei Freindin!
Opa: Jo waun's ia schmeckt!
Kevin: Opa, echt jetzt. Du mochst des imma.
Opa: Wos denn!
Kevin: Du fuadast olle meine Freindinnen au!
Opa: Geh.
Kevin: I suach ma extra Dünne und du fuadast das auffi!
Kevins Vater: De letzte hod se bis heid ned erhoit.
Kevin: De is jetzt fett, Opa! Hea auf!

Bei rituellen Handlungen wird am Lande fettreiche Ernährung verzehrt (Symbolbild).

Dienstag, Mai 23, 2017

Schweinsbärte, Frauenpein und Walrossmadonnen: die Slowakei, deine fremde Nachbarin

Es folgt hier keine Werbeeinschaltung des Slowakischen Tourismusbüros. Wenn es mir für den folgenden, von beträchtlichem Wohlwollen befeuerten Reisebericht aber was überweisen will, wehre ich mich nicht. 
Eine im dekadenten Westen ignorierte Attraktion sind die Meerschweinchen-Beauty-Contests von Bánska Bystrica. Wir sehen hier ein Nackt-Exemplar mit markanter Gesichtsbehaarung: 


Die schönsten Schweine der Tatra-Republik werden auf Herz und Nieren geprüft. 


Kontakt zur Lokalbevölkerung ermöglicht der Frauenzwinger von Levoča:



In der prachtvollen Artikularkirche von Kečmarok ist Bischof Melchisedek zu bewundern, der einst den Heiligen Stuhl nach Oberungarn trug.


In Poprad wird in einer alten Kirche Deodorant produziert. 


Die herrlichste Denkwürdigkeit der Republik wird selbstverständlich im alten Rathaus von Bratislava für künftige Generationen aufbewahrt: eine dicke Bernsteinmadonna auf einem Lüster aus Walrosszähnen.


Das stimmt jetzt echt: Fahrt in die Slowakei, gleich!

Mittwoch, Mai 10, 2017

Tränen, Hip Hop und alte Hunde


Die Eule der Minerva schaut immer rückwärts, deswegen braucht sich auch niemand aufbudeln, wenn ich thematisch mit der LH-Sache ein wenig vertrödelt wirke. Zudem verfüge ich über herrliche Infos darüber, was der Pühringer jetzt in der Pensi macht! 
1. Tränen trocknen lassen. 
2. Ein Revival der überlebenden Beastie Boys einfädeln: 


3. Seine Pensi mit mir teilen, immerhin haben wir uns beim Bespaßen unseres geliebten Volkes abgewechselt:



4. Endlich einen wirklich guten ÖVP-Parteiobmann suchen:

Mittwoch, April 26, 2017

Auch bei den Titeln hapert's

Eigenlob miachtelt, aber ich kann nicht anders! Zumal mich die Vielfalt meiner Talente überrascht - immer noch, nach 38 Jahren Selbstbeschau.
Hier ein Fund aus meiner Jugend. Sehet: Auch Skulpturen kann ich nicht!



Und am allerschlechtesten kann ich Photoshop!


Mittwoch, April 05, 2017

Blockwarte des Guten

LR Manfred Haimbuchner hat mich dazu inspiriert, seine sehr wichtige überparteiliche Blockwartseite "Parteifreie Schule/FPÖ" durch ein Gegenmodell zu ergänzen. Hier bitteschön: die Denunziationsstelle für die gute Tat!

Gschissensein hat auf unserer lieben Welt nichts zu suchen! Das ist sogar teilweise gesetzlich verankert. Stattdessen sollen sich die Menschen zu aufgeklärten und kritischen Leuten entwickeln. Dennoch zeigt die Realität, dass sich einige nicht an das oberste Gebot halten: Ned deppert sein! Bisher blieben viele Verstöße nahezu folgenlos. 
Das soll sich jetzt ändern! Mit der neuen Meldestelle für die gute Tat wollen wir vorbildliches Verhalten dokumentieren und öffentlich machen. Das Ganze erfolgt natürlich streng vertraulich und die Fälle werden sorgfältig belobigt.
Wenn Mag. Meindl einmal an der Macht ist, wird sie die Liste der Guten genau anschauen.

Haben Sie heute etwas Liebes erlebt? Hat Ihnen jemand schon vor dem Aufstehen den Rücken gestreichelt? Hat ein Minderjähriger Sie angelächelt und nachher sein Geschirr freiwillig weggeräumt? Haben talentierte Künstlerinnen was Schönes in den öffentlichen Raum gestellt? Hat ein Dackelbesitzer den Kot seines Hunderls fröhlich pfeifend weggeräumt? Wurden Sie Zeuge einer herrlichen Beschimpfung eines Nazis?
Teilen Sie es der Welt mit!
Hinterlassen Sie bitte hier oder im Facebook einen Kommentar, in dem Sie Ihr liebes Erlebnis schildern. Heben Sie das Gute aufs Podest! Zur Motivation folgt eine niedliche Hunde-Blumen-Assemblage. 


Dienstag, März 28, 2017

Ausrasten vorm Vogelmord [Platzhalter]

Das ist ein Platzhalter für eine kommende Botschaft, mit der ich euch erklären werde, warum wie eine viel zu enge Schachtel ist, in die sich Katzen zwängen. Aktuell bin ich aber zu beschäftigt damit, in den Speckgürtel hinauszuziehen. 
Für die Zwischenzeit ein törichtes Katzenbild: 


UPDATE vom 4. April: Ich glaub', ich bin zu faul, um euch das mit meinem Heimatbegriff in der transzendentalen Obdachlosigkeit postmoderner Subjektivität noch aufzuschreiben. Bitte protestiert! Oder fragt mich, wenn ihr mich beim Frühlingskonzert der Blasmusik Schönering trefft.

Dienstag, Februar 21, 2017

Gmunden? Total disaster. So sad!

Riesenskandal! Was hat dieser Trump geraucht? Erstens täuscht er den internationalen Medien immer noch vor, Präsident der USA zu sein. Ich bin das aber! Zweitens: Mir doch egal, was letzten Freitag in Schweden passiert ist. Wisst ihr, was letzten Sonntag in Gmunden passiert ist? GMUNDEN?!! Wer hätte das geglaubt?

+++Dieser Hund wurde minutenlang nicht gestreichelt!!!111!!!+++


So sad! Was ist das nur für 1 Welt vong Zärtlichkeit her?! Und die Systempresse schweigt. Totales Desaster.

Dienstag, Januar 17, 2017

Literatur muss wieder schick werden!


Wie gut mein Haupt auf die Körper verrückter Despoten, Tyranne und Zare passt. I have some serious thinking to do.

Montag, Januar 02, 2017

Gott straft die lesbische Traumfrau

Einem lieben, mir aber weder amourös noch genetisch nahestehenden Menschen geträumte unlängst dergestalt: Er habe an einer Art Flusskreuzfahrt teilgenommen. An Bord entdeckte er, dass ich ein geheimes Zweitleben als literarischer Stargast führe. Noch vor meinem Auftritt aber sei das Boot in eine spektakuläre, "urfahranermarktwürdige" Havarie geraten. 
"Auf jeden Fall hat sich herausgestellt, dass du abgesoffen bist. Da verkündete jemand per Durchsage, das sei Gottes Strafe, weil du so ein schlechter Mensch gewesen wärst, und überhaupt bestimmt auch eine Lesbe - dann hab ich gesehen, dass das eine alte Bekannte von mir so am Gang in ein Mikro gesprochen hat, und der hab ich dann eine auf's Maul gehaut. Dann war der Traum aus."
Damen und Herren, ist das nicht süß? Wenn ihr schon ohne mein Zutun so bescheuertes Zeug träumt, ist das doch tausendmal besser, als mich im echten Leben mit Romanen abzurackern.

Freitag, Dezember 30, 2016

Methadon gegen Terror, Sprengmittel für den Frieden

In diesem weltweit bemängelten 2016 lässt sich eine Substanz als echter sozialer Sprengstoff an den Pranger stellen: die scheiß Sprengmittel. Glossengott Goldt schimpft zu Recht. "Kann man sich denn heutzutage nicht mehr ohne Bomben ärgern?" Hätte ich wirklich was zu sagen, ich würde Bomben ab 1.1.2017 ersatzlos streichen, verbieten und verdammen. Mittlerweile bin ich zudem eine crazy cat N' dog lady geworden, die bei der Scheiß Silvesterknallerei nicht nur Tinnitus kriegt, sondern auch recht aggro wird mit der marodierenden Knall-Jugend.


 Ein Terrorist auf Entzug

Aber! Ein großes Aber wächst nun auf dem Humus meiner Aufrichtigkeit: Schweizerkracher haben meine Kindheit um 23 Prozent lustiger gemacht. Damals, im vorhergehenden Jahrtausend, hat mein Vater alljährlich zu Silvester für die versammelte Siedlungsjugend allerlei törichte Sprengspiele zur Aufführung gebracht. Leuchtende Kinderaugen, als er Mutters Eisbergsalat in mundgerechte Teile zerfetzte. Fröhliches Lachen, als der gelbe OÖN-Postkasten explodierte. Glückliches Jauchzen, als die alten Farbeimer in die Luft döpperten. Begeisterter Applaus, als zwei Kracher in der Mülltonne den Hintern des darauf sitzenden Erziehungsberechtigten aushoben. 
Deswegen möchte ich einen Vorschlag zur Güte machen, eine Ausnahme vom Bombenverbot: Brave Kinder dürfen am Altjahrstag zwischen 23 und 24 Uhr unter der Aufsicht wohlbeleumundeter Erwachsener mit Unterhaltungs-Sprengmitteln hantieren. Ich glaube nämlich fest daran, dass wir den Kleinen damit das nötige Urvertrauen und Glück einflößen, das sie später zu guten Menschen werden lässt. Und nicht zu fickdepperten Scheißterroristen. 

Nun aber rutscht mir schön ins neue Jahr, meine lieben Spätzchen und Kätzchen!

Montag, Dezember 05, 2016

Im Namen der Republik!

Geliebte Völker!

Hiermit erkläre ich meinen Rücktritt als interimistische Bundespräsidentin der "Republik" Österreich. 
Ich nehme damit auch die Gänsefüßchen wieder hinfort. Zu meinem Nachfolger als Bundespräsidentin der Republik erkläre ich Alexander van der Bellen, den ihr mehrheitlich gewählt habt. Passt!


Es ist ja nicht so, dass ich gerne per Putsch und Selbstermächtigung regiert habe. Deswegen möchte ich meine Zufriedenheit nicht verbergen. Einen Ingenieur Norbert Hofer hätte ich als Präsidenten nicht anerkennt und als Hochstapler behandelt, da ich am 6. Juli 2016 das Urteil des Verfassungsgerichtshofes für null und nichtig deklariert habe. Die Wahl war an sich also nicht notwendig. Ihr Ausgang hat mir aber gezeigt, dass ich euch die Demokratie zurückgeben kann.

Es war außerdem durchaus anstrengend, auf dieses Land aufzupassen. So delegiere ich das Amt nun gerne an den VdB. Ich bleibe hingegen Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika und von Kuba. Ebenso bleibt meine Staatsdoktrin gültig: 

Der Salafismus der Liebe. Die Diktatur der Herzen. Die Despotie der Vernunft. 
Da werde ich sehr streng sein müssen. Wer sich nicht ordentlich aufführt und mir Kummer macht, muss fürderhin ohne Abendessen ins Bett. Wer Hasspostings schreibt, kriegt persönlich Schläg' mit dem Fliegenpracker. Wer andere in die Luft sprengt, wird fest eingesperrt und darf Zeit seines Restlebens nur noch "Jede Zelle meines Körpers ist glücklich" hören. In Dauerschleife. Audi-, BMW- und Kastenwagen-Fahrer, die mich per Lichthupe molestieren, nehme ich ihr dummes Fahrzeug weg und lasse es zugunsten der weltweit notleidenden Tiere versteigern. 
 
So, das war's! I love you all!
Meindl

Mittwoch, November 30, 2016

Reisespaß. Ich bin ein verzogenes und über alle Maßen privilegiertes Ding

Ein Brief trudelt ins Haus: Mein Reisepass müsse erneuert werden, schreibt der Bürgermeister. Einmal hat mich übrigens ein bengalischer Grenzbeamter mit "Miss Burgermester" begrüßt. Meine Schwestern hat einer mit "Oh, you guys are sisters, you have the same name: Linz!" ergötzt. Was waren das noch für Zeiten, in denen US-Grenzbeamten noch nach Smalltalk war. Ich bin heute eigentlich auch nicht zu Urlaubsplaudereien aufgelegt.


Mit Wehmut blättere ich durch den alten Pass. Erstens werde ich nie mehr so jung aussehen wie auf diesem alten Bild. Zweitens: China, Hong Kong, Eritrea, Bhutan, Belize, Guatemala, USA, Mexiko, Nepal, Indien und zuletzt Cuba. Deutschland, Frankreich, Tschechien, Italien, Kroatien und Polen haben großzügig auf Stempel verzichtet. 
Ich bin ein verzogenes, über alle Maßen privilegiertes Ding. Nicht nur habe ich in den vergangenen zehn Jahren Geld für alle diese Ausflüge aufgestellt. Aber auch wenn ich seit 2007 nur zuhause geblieben wäre, bliebe ich ein verzogenes, über alle Maßen privilegiertes Ding.
Weil mir mein österreichischer Reisepass Zugang zu Sicherheit und Reichtum verschafft (wenn ich nicht alles fürs Reisen ausgäbe). Ich komme damit in jedes einzelne Land der Welt, in die meisten sogar ohne Visum. Die Menschen, denen ich in Cuba, Guatemala oder Eritrea begegnet bin, können schauen, wo sie bleiben. 

Ihr anderen verzogenen, über alle Maßen privilegierten Dinger aus Österreich: Wählt bitte am Sonntag so, dass ich mich bei der Passkontrolle künftig nicht genieren muss.

Montag, November 21, 2016

Später sterben dank Herrenmeidung

Vor einigen Monaten ist mir eingefallen, dass ich einmal sterben werde. Mit der Lebenserwartung bin ich halb durch. Das ist einerseits gut, denn stürbe keiner mehr, müssten wir uns wegen der Überbevölkerung wirklich etwas überlegen (und nicht nur die "Dritte Welt" deswegen anmaulen). Andererseits werde ich jetzt natürlich unduldsamer mit Zeitbanditen. Es wird so viel gefladert heutzutage! Und man kriegt's nur auf die falsche Art zurück, etwa beim niemals endenden Zähneanbohren (qua subjektives Zeitparadoxon). 

Wie also Zeit herausschinden? Ich möchte der Welt sehr gerne meine neuen Tipps und Tricks zwecks Lebensverlängerung mitteilen: 

1. Niemals mehr gehe ich ab jetzt zu Veranstaltungen, die nur Menschen mit Penis auf die Bühne bringen. Braucht's mich gar nicht einladen, weder fürs Publikum noch als Quotenfrau. 


2. Ich lese fürderhin keine Texte mehr, die von grantigen weißen Männern handeln bzw. verfasst wurden. Aktuell auf dem Index: Trump, Hofer, Erdogan, Orban, Marine Le Pen, Strache. 

Von diesen Strategien erhoffe ich mir überaus Großes. Der Zeitgewinn winkt bittschön nicht nur Damen, auch Herren werden profitieren!

Gruß, Meindl

Montag, November 14, 2016

Österreich liegt jetzt wieder am Meer. Und die USA sind Bundesland Nr. 11

¡Cumpadres! Revolutzis! Imperialisten!
Da bin ich wieder. Stellt euch vor, was mir passiert ist: Da fahre ich in Begleitung vom Prof. Buttigner nach Cuba, um uns beraten zu lassen, was gegen die Faschisten und Imperialisten zu machen sei. Was soll ich sagen? Ich bin mir nicht sicher, ob die Leute, die auf der Insel jede Opposition verbieten, die allerrichtigste Antwort auf Lager haben.


Immerhin haben sie Cristal-Bier auf Lager, das uns als Methadon für unser geliebtes Schlägl Kristall diente.


Jetzt aber, was ist mir passiert? Weil sich mir so gar kein super Mittelweg zwischen Neoliberalismus und abgerocktem Revolutionssozialismus aufgedrängt hat, musste ich zu demokratisch fragwürdigen Mitteln greifen. Just an dem Ort, an dem einst Columbus sprach "Da bin ich, und wer nicht bei drei widerspricht, gehört Spanien", ließ ich mich inspirieren. Mit dem Resultat, dass Cuba jetzt zu Österreich gehört. Wir müssen mit dieser Aufgabe nun verantwortungsvoll umgehen! Das Gute daran ist, dass wir endlich wieder Zugang zum Meer haben. Und was für einen.

Und weil ich schon drüben war und grad in konquistatorischer Stimmung, bin ich nun auch Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika. Wer lieber den Trump möchte, darf sich gern beschweren und mich zum Armdrücken herausfordern.

Montag, Oktober 17, 2016

Zermerscherte Speisen führen zum Reichtum

Diese Blogsache ist keine Einbahnstraße, deswegen möchte ich euch heute was zurückschenken - als Dank für eure Aufmerksamkeit. Es handelt sich vielleicht um das Wertvollste, das je in meinem Kopf entstanden ist. Eine Businessidee, wo ihr sagt: Oida, das ist eine Business-Idee! Hier ist sie schon: 
DER REGIONALE SMOOTHIE
In unseren schnelllebigen Zeiten bleibt immer weniger Energie für das Kauen unserer Nahrung. Smoothies, also zermanschte Speisen, feiern fröhliche Urständ. Gleichzeitig ist der Verzehr von Breien eine Akzeptanz des Hinalterns zum Tod. Bald ist das Gebiss schadhaft und nicht mehr zum Aufbeißen von Kronkorken geeignet. 
Ernährungsesoteriker mahnen uns schon eine Weile zu veganem Biozeug aus regionalem Anbau. Das müssen wir aber ganz konsequent weiterdenken. Und mit diesem heimatlich-identitären Trachtenschas kombinieren. Hier bitte! Trommelwirbel! Drei super Smoothies!

1. "Bauer": Schweinsbraten, Stöckelkraut, Knödel, Weißbier
2. "Jaga": Hartwurst und Enzian
3. "Kardinal": Messwein, Oblate, Malibu

So! Jetzt macht mit meinem Geschenk, was ihr wollt. Wenn das zufällig jemand aus dem REWE-Milieu oder vom Nestlé-Kraken liest, schreibt mir was in den Kommentarteil und überweist 23414556905986€.

Donnerstag, September 29, 2016

Durchgewolfte Herzen und Eistöcke in der Endzeit des Kapitalismus

Was mich an meinem Beruf immer noch ein wenig fertig macht, ist dieser permanente Druck, Einblick in das Innenleben zu bieten. Andererseits leben andere überhaupt vom Organhandel:



Ich habe verstanden. Lieber weiter pseudozeitgenössische Befindlichkeitsprosa verfassen!
Gruß, Meindl

Samstag, September 17, 2016

Zwei Frauen in einem Körper


Mit 38 mendelt sich bei vielen Menschen die wahre Bestimmung heraus. Ihr habt es wohl immer schon gewusst, ich erst so richtig seit der gestrigen Lesebühne: Edith Klinger ist nach ihrem Erdendasein in meinem Leib reinkarniert. Ich wehre mich nimmer! 
Mehr zum gestrigen, überaus famosen Saisonstart gibt's hier.

Donnerstag, August 18, 2016

Das sexy Brabbeln der Imperialisten

Ich sitze auch nicht immer nur im Westflügel und lese Derrida und so'n Scheiß. Manchmal gebe auch ich dem Sog großer Ereignisse nach. Dann lasse ich mich dorthin ziehen, wo das Leben pulsiert, brodelt und Metaphern wirft. Neulich etwa war ich beim American-Car-Treffen auf dem Welser Messegelände. Ein Lebensgefühl ist das, wie ein brodelnder V8-Motor! Also laufruhig und für hohe Drehzahlen ungeeignet. Mit Worten nicht zu beschreiben (außer mit den vorherigen). 
Da muss es niemanden wundern, wenn die auratische Wirkung besonders charismatisch optimierter Fahrzeuge etwas mit mir macht. In solchen Fällen lasse ich es voll zu.


Gemein ist aber, wenn der Besitzer "Geh schleich di, du neirotische Bibliothekarin" murmelt, weil ich ihm die sexy Epiphanie seines Autos zusammenhau'. 
Geh ich halt wieder Dekonstruktion lesen, du Imperialistenoasch!

Dienstag, August 09, 2016

Genderverschwender

Es stimmt: Grenzenlos sind wohl nur das Universum und männliche Erklärbereitschaft. Die Geschlechtergerechtigkeit hingegen kann durchaus limitiert werden. Bei diesem Produkt etwa hätte mir ein einfaches "Auto" gereicht. Putzt mir nämlich eh ein Mann. 


Freitag, Juli 01, 2016

Erdrutschsieg nach Neuwahl-Farce: Dominika Meindl ist neue Bundespräsidentin der "Republik" Österreich



Liebes Volk!

Ich bin's, eicha Präsidentin! Gerade weil ich das österreichische Volk liebe wie eine Mutter ihre wahnsinnigen Kinder, erkläre ich mich hiermit zur neuen Bundespräsidentin von Österreich. Kraft meiner 14 Semester Philosophie kann ich sehr gut erklären, weswegen mein Urteil mehr Gewicht hat als das komische des Verfassungsgerichtshofes (jeder erwischt einmal einen schlechten Tag, Schwamm drüber).
Weil: Neuwahlen! Geht's noch?! Machen wir nicht. Nichts gegen Alexander van der Bellen, aber der arme alte Mann soll von weiteren Zumutungen bewahrt bleiben. Der Kornblumen-Ingenier geht gar nicht. 

Schweren Herzens übernehme ich also ab 8. Juli die Aufgabe der ersten Bundespräsidentin Österreichs. An sich hätte ich mich auf einen ruhigen Sommer im frisch fertiggebauten Baumhaus gefreut, aber euer Wohl geht über meine privaten Bedürfnisse. 

Mein Parteiprogramm: der Salafismus der Liebe. Die Diktatur der Herzen. Die Despotie der Vernunft. 
Da werde ich sehr streng sein müssen. Wer sich nicht ordentlich aufführt und mir Kummer macht, muss fürderhin ohne Abendessen ins Bett. Wer Hasspostings schreibt, kriegt persönlich Schläg' mit dem Fliegenpracker. Wer andere in die Luft sprengt, wird fest eingesperrt und darf Zeit seines Restlebens nur noch "Jede Zelle meines Körpers ist glücklich" hören. In Dauerschleife. Audi-, BMW- und Kastenwagen-Fahrer, die mich per Lichthupe molestieren, nehme ich ihr dummes Fahrzeug weg und lasse es zugunsten der weltweit notleidenden Tiere versteigern.
Das ist mein voller Ernst. 

Mit lieben Grüßen, 
Präsidentin Dominika Meindl (Mag.) 

Dienstag, Juni 21, 2016

Putsch im Pfusch. Tattoos für Regimefeinde

So ein einschichtiges Blog erscheint mir als überaus geeignetes Verlautbarungsorgan für folgende Ankündigung: 




Wenn die Wahl wiederholt werden muss, warte ich gar nicht ab, ob's der doofe Hofer wird, sondern übernehme das Land per Putsch. Niemand muss sich fürchten, ich überweise höchstens ein paar Blödkommentatoren in geschlossene Heilanstalten. Dort müssen sie sich dann gegenseitig die neue Bundeshymne auf Bäuche und Rücken tätowieren. Wird mir egal sein, wenn sie deren satirische Wesenhaftigkeit ignorieren.

Es lebe hoch die Meindlmink!
Hoch das Schlägl, Trink!
Nur sie kann uns erretten
vom Verbot der Zigaretten.
Von Muselmann und Genderwahn,
vom Tempolimit auf der Autobahn.
Wir essen Wurst vom Schweindl,
wir dürfen, sagt die Meindl.

Dienstag, Mai 31, 2016

Was ist das für 1 Künstler-Life?

Sollte mich endlich einmal jemand fragen, ob meine Existenz voll Feuer und Gefahr ist, werde ich dieses Bild herzeigen und sagen: "Backstage nicht so." 


Auf der Bühne (hier zB im TaG beim Tagebuchslam) aber, da knistert und blitzt es vor Action!

Freitag, Mai 13, 2016

Baumhaus: Abgehobener Trend


Bitte, ich möchte auch einmal Teil eines Trends sein! Weil ich mir keinen Hipsterbart wachsen lassen kann und auf meiner Nase keine Ray-Ban hält, habe ich mir also ein Baumhaus in den väterlichen Nussbaum geschnallt. Und was ist? Noch während des Bauens eine Doppelseite in der Krone bunt! Endlich Teil der Mehrheit!


In Echt bin ich jetzt gleichsam glücklich und muss schon überlegen, welcher Kindheitstraum jetzt noch offen ist. Der vielleicht: eine Nacht im Möstl-Markt eingesperrt sein und ALLES zusammenessen.


Montag, April 25, 2016

Rassisches Versagen

Liebes Internet-Tagebuch, voll der Schas!

Du weißt ja, als Künstlerin bin ich sehr auf die fütternde Hand angewiesen. Darum habe ich gleich heute vorauseilend einen Rassetest bei der FPÖ Urfahr gemacht. 
Was soll ich sagen: durchgefallen! Meine Deutschkenntnisse haben halbwegs gereicht, aber bei der Gesichtskontrolle habe ich komplett versagt. Der FPÖ-Ethnologe kam zu diesem Ergebnis:
"Bergtschusch".



Eine Frechheit! Jetzt muss ich hoffen, dass es der Tschickbruder wird, den stört das mit der fehlenden Nordigkeit bei den Genen weniger.

Montag, April 11, 2016

Die Grenzen meiner Welt


Ein psychophysischer Akt im Kampf gegen die Schwerkraft... nein. Besser: Eine soziale Sekundenskulptur zum Zwecke der... uff. Frauen erringen Freiraum durch... Argh! Nein! ICH HABE KEINE AHNUNG, WAS WIR DAMIT SAGEN WOLLEN! KEINE!

Mittwoch, März 30, 2016

Adolf brunzt auf Blumen

Eine Dame mit gachblau gefärbtem Haar schimpft mit ihrem Pitbull, der das mobile Begleitgrün vor meiner Haustüre anbrunzt: "Adolf, wos mochstn schon wieda in de Blumal!" Kurz reitet mich die Lust zu fragen, ob der Hundename eh ironisch oder schon ernst gemeint sei. Dann erinnere ich mich an mein Verbot, Fragen zu stellen, deren Antworten mir nicht gefallen könnten.

Mittwoch, März 16, 2016

Unhöfliche Paparazzi

Wie ein Blitz stroff mich gestern eine Erinnerung. 
Irgendwann am Ende des vorhergehenden Jahrtausends ging ich die Uni-Rampe hinab. Mit einemmal stand ich vor einer Kamera. Ein ORF-Journalist fuhr mit dem Mikrophon knapp unter meine Nase und frug: "Kennen Sie Fritz Dittlbacher?" Zu schnell gefragt konnte ich nur "Naaaa" murmeln, der Mann hakte streng nach, "Hier an der Uni: Fritz Dittlbacher kein Begriff?!", ich schüttelte den Kopf und schlüpfte beschämt aus dem Kameralicht. Fünf Meter weiter drehte ich mich um und erkannte, dass es Dittlbacher selbst gewesen war, der nach sich gefragt hatte. Mein hölzern-inkompetentes Auftreten verstörte mich mehr als seine bizarre Selbstsuche. Noch wochenlang hatte ich damals Angst, dass mein Versagen und Dittlbachers Selbstfindung gesendet würden.
Heute ist er ORF-Chefredakteur und ich immer noch ich. 

Dienstag, März 15, 2016

Heute war nichts los.

Herrjeh! März ist schon wieder und ich habe mir noch nichts Neues ausgedacht, geschweige denn erlebt. Aber ihr seid ja ohnehin vom Internet nicht so verwöhnt, da reicht ein niedliches Hundebildnis (Bonus: Stickpolster) bis in die Haut hinein. There you go, Welt: