Montag, Dezember 05, 2016

Im Namen der Republik!

Geliebte Völker!

Hiermit erkläre ich meinen Rücktritt als interimistische Bundespräsidentin der "Republik" Österreich. 
Ich nehme damit auch die Gänsefüßchen wieder hinfort. Zu meinem Nachfolger als Bundespräsidentin der Republik erkläre ich Alexander van der Bellen, den ihr mehrheitlich gewählt habt. Passt!


Es ist ja nicht so, dass ich gerne per Putsch und Selbstermächtigung regiert habe. Deswegen möchte ich meine Zufriedenheit nicht verbergen. Einen Ingenieur Norbert Hofer hätte ich als Präsidenten nicht anerkennt und als Hochstapler behandelt, da ich am 6. Juli 2016 das Urteil des Verfassungsgerichtshofes für null und nichtig deklariert habe. Die Wahl war an sich also nicht notwendig. Ihr Ausgang hat mir aber gezeigt, dass ich euch die Demokratie zurückgeben kann.

Es war außerdem durchaus anstrengend, auf dieses Land aufzupassen. So delegiere ich das Amt nun gerne an den VdB. Ich bleibe hingegen Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika und von Kuba. Ebenso bleibt meine Staatsdoktrin gültig: 

Der Salafismus der Liebe. Die Diktatur der Herzen. Die Despotie der Vernunft. 
Da werde ich sehr streng sein müssen. Wer sich nicht ordentlich aufführt und mir Kummer macht, muss fürderhin ohne Abendessen ins Bett. Wer Hasspostings schreibt, kriegt persönlich Schläg' mit dem Fliegenpracker. Wer andere in die Luft sprengt, wird fest eingesperrt und darf Zeit seines Restlebens nur noch "Jede Zelle meines Körpers ist glücklich" hören. In Dauerschleife. Audi-, BMW- und Kastenwagen-Fahrer, die mich per Lichthupe molestieren, nehme ich ihr dummes Fahrzeug weg und lasse es zugunsten der weltweit notleidenden Tiere versteigern. 
 
So, das war's! I love you all!
Meindl

Mittwoch, November 30, 2016

Reisespaß. Ich bin ein verzogenes und über alle Maßen privilegiertes Ding

Ein Brief trudelt ins Haus: Mein Reisepass müsse erneuert werden, schreibt der Bürgermeister. Einmal hat mich übrigens ein bengalischer Grenzbeamter mit "Miss Burgermester" begrüßt. Meine Schwestern hat einer mit "Oh, you guys are sisters, you have the same name: Linz!" ergötzt. Was waren das noch für Zeiten, in denen US-Grenzbeamten noch nach Smalltalk war. Ich bin heute eigentlich auch nicht zu Urlaubsplaudereien aufgelegt.


Mit Wehmut blättere ich durch den alten Pass. Erstens werde ich nie mehr so jung aussehen wie auf diesem alten Bild. Zweitens: China, Hong Kong, Eritrea, Bhutan, Belize, Guatemala, USA, Mexiko, Nepal, Indien und zuletzt Cuba. Deutschland, Frankreich, Tschechien, Italien, Kroatien und Polen haben großzügig auf Stempel verzichtet. 
Ich bin ein verzogenes, über alle Maßen privilegiertes Ding. Nicht nur habe ich in den vergangenen zehn Jahren Geld für alle diese Ausflüge aufgestellt. Aber auch wenn ich seit 2007 nur zuhause geblieben wäre, bliebe ich ein verzogenes, über alle Maßen privilegiertes Ding.
Weil mir mein österreichischer Reisepass Zugang zu Sicherheit und Reichtum verschafft (wenn ich nicht alles fürs Reisen ausgäbe). Ich komme damit in jedes einzelne Land der Welt, in die meisten sogar ohne Visum. Die Menschen, denen ich in Cuba, Guatemala oder Eritrea begegnet bin, können schauen, wo sie bleiben. 

Ihr anderen verzogenen, über alle Maßen privilegierten Dinger aus Österreich: Wählt bitte am Sonntag so, dass ich mich bei der Passkontrolle künftig nicht genieren muss.

Montag, November 21, 2016

Später sterben dank Herrenmeidung

Vor einigen Monaten ist mir eingefallen, dass ich einmal sterben werde. Mit der Lebenserwartung bin ich halb durch. Das ist einerseits gut, denn stürbe keiner mehr, müssten wir uns wegen der Überbevölkerung wirklich etwas überlegen (und nicht nur die "Dritte Welt" deswegen anmaulen). Andererseits werde ich jetzt natürlich unduldsamer mit Zeitbanditen. Es wird so viel gefladert heutzutage! Und man kriegt's nur auf die falsche Art zurück, etwa beim niemals endenden Zähneanbohren (qua subjektives Zeitparadoxon). 

Wie also Zeit herausschinden? Ich möchte der Welt sehr gerne meine neuen Tipps und Tricks zwecks Lebensverlängerung mitteilen: 

1. Niemals mehr gehe ich ab jetzt zu Veranstaltungen, die nur Menschen mit Penis auf die Bühne bringen. Braucht's mich gar nicht einladen, weder fürs Publikum noch als Quotenfrau. 


2. Ich lese fürderhin keine Texte mehr, die von grantigen weißen Männern handeln bzw. verfasst wurden. Aktuell auf dem Index: Trump, Hofer, Erdogan, Orban, Marine Le Pen, Strache. 

Von diesen Strategien erhoffe ich mir überaus Großes. Der Zeitgewinn winkt bittschön nicht nur Damen, auch Herren werden profitieren!

Gruß, Meindl

Montag, November 14, 2016

Österreich liegt jetzt wieder am Meer. Und die USA sind Bundesland Nr. 11

¡Cumpadres! Revolutzis! Imperialisten!
Da bin ich wieder. Stellt euch vor, was mir passiert ist: Da fahre ich in Begleitung vom Prof. Buttigner nach Cuba, um uns beraten zu lassen, was gegen die Faschisten und Imperialisten zu machen sei. Was soll ich sagen? Ich bin mir nicht sicher, ob die Leute, die auf der Insel jede Opposition verbieten, die allerrichtigste Antwort auf Lager haben.


Immerhin haben sie Cristal-Bier auf Lager, das uns als Methadon für unser geliebtes Schlägl Kristall diente.


Jetzt aber, was ist mir passiert? Weil sich mir so gar kein super Mittelweg zwischen Neoliberalismus und abgerocktem Revolutionssozialismus aufgedrängt hat, musste ich zu demokratisch fragwürdigen Mitteln greifen. Just an dem Ort, an dem einst Columbus sprach "Da bin ich, und wer nicht bei drei widerspricht, gehört Spanien", ließ ich mich inspirieren. Mit dem Resultat, dass Cuba jetzt zu Österreich gehört. Wir müssen mit dieser Aufgabe nun verantwortungsvoll umgehen! Das Gute daran ist, dass wir endlich wieder Zugang zum Meer haben. Und was für einen.

Und weil ich schon drüben war und grad in konquistatorischer Stimmung, bin ich nun auch Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika. Wer lieber den Trump möchte, darf sich gern beschweren und mich zum Armdrücken herausfordern.

Montag, Oktober 17, 2016

Zermerscherte Speisen führen zum Reichtum

Diese Blogsache ist keine Einbahnstraße, deswegen möchte ich euch heute was zurückschenken - als Dank für eure Aufmerksamkeit. Es handelt sich vielleicht um das Wertvollste, das je in meinem Kopf entstanden ist. Eine Businessidee, wo ihr sagt: Oida, das ist eine Business-Idee! Hier ist sie schon: 
DER REGIONALE SMOOTHIE
In unseren schnelllebigen Zeiten bleibt immer weniger Energie für das Kauen unserer Nahrung. Smoothies, also zermanschte Speisen, feiern fröhliche Urständ. Gleichzeitig ist der Verzehr von Breien eine Akzeptanz des Hinalterns zum Tod. Bald ist das Gebiss schadhaft und nicht mehr zum Aufbeißen von Kronkorken geeignet. 
Ernährungsesoteriker mahnen uns schon eine Weile zu veganem Biozeug aus regionalem Anbau. Das müssen wir aber ganz konsequent weiterdenken. Und mit diesem heimatlich-identitären Trachtenschas kombinieren. Hier bitte! Trommelwirbel! Drei super Smoothies!

1. "Bauer": Schweinsbraten, Stöckelkraut, Knödel, Weißbier
2. "Jaga": Hartwurst und Enzian
3. "Kardinal": Messwein, Oblate, Malibu

So! Jetzt macht mit meinem Geschenk, was ihr wollt. Wenn das zufällig jemand aus dem REWE-Milieu oder vom Nestlé-Kraken liest, schreibt mir was in den Kommentarteil und überweist 23414556905986€.

Donnerstag, September 29, 2016

Durchgewolfte Herzen und Eistöcke in der Endzeit des Kapitalismus

Was mich an meinem Beruf immer noch ein wenig fertig macht, ist dieser permanente Druck, Einblick in das Innenleben zu bieten. Andererseits leben andere überhaupt vom Organhandel:



Ich habe verstanden. Lieber weiter pseudozeitgenössische Befindlichkeitsprosa verfassen!
Gruß, Meindl

Samstag, September 17, 2016

Zwei Frauen in einem Körper


Mit 38 mendelt sich bei vielen Menschen die wahre Bestimmung heraus. Ihr habt es wohl immer schon gewusst, ich erst so richtig seit der gestrigen Lesebühne: Edith Klinger ist nach ihrem Erdendasein in meinem Leib reinkarniert. Ich wehre mich nimmer! 
Mehr zum gestrigen, überaus famosen Saisonstart gibt's hier.

Donnerstag, August 18, 2016

Das sexy Brabbeln der Imperialisten

Ich sitze auch nicht immer nur im Westflügel und lese Derrida und so'n Scheiß. Manchmal gebe auch ich dem Sog großer Ereignisse nach. Dann lasse ich mich dorthin ziehen, wo das Leben pulsiert, brodelt und Metaphern wirft. Neulich etwa war ich beim American-Car-Treffen auf dem Welser Messegelände. Ein Lebensgefühl ist das, wie ein brodelnder V8-Motor! Also laufruhig und für hohe Drehzahlen ungeeignet. Mit Worten nicht zu beschreiben (außer mit den vorherigen). 
Da muss es niemanden wundern, wenn die auratische Wirkung besonders charismatisch optimierter Fahrzeuge etwas mit mir macht. In solchen Fällen lasse ich es voll zu.


Gemein ist aber, wenn der Besitzer "Geh schleich di, du neirotische Bibliothekarin" murmelt, weil ich ihm die sexy Epiphanie seines Autos zusammenhau'. 
Geh ich halt wieder Dekonstruktion lesen, du Imperialistenoasch!

Dienstag, August 09, 2016

Genderverschwender

Es stimmt: Grenzenlos sind wohl nur das Universum und männliche Erklärbereitschaft. Die Geschlechtergerechtigkeit hingegen kann durchaus limitiert werden. Bei diesem Produkt etwa hätte mir ein einfaches "Auto" gereicht. Putzt mir nämlich eh ein Mann. 


Freitag, Juli 01, 2016

Erdrutschsieg nach Neuwahl-Farce: Dominika Meindl ist neue Bundespräsidentin der "Republik" Österreich



Liebes Volk!

Ich bin's, eicha Präsidentin! Gerade weil ich das österreichische Volk liebe wie eine Mutter ihre wahnsinnigen Kinder, erkläre ich mich hiermit zur neuen Bundespräsidentin von Österreich. Kraft meiner 14 Semester Philosophie kann ich sehr gut erklären, weswegen mein Urteil mehr Gewicht hat als das komische des Verfassungsgerichtshofes (jeder erwischt einmal einen schlechten Tag, Schwamm drüber).
Weil: Neuwahlen! Geht's noch?! Machen wir nicht. Nichts gegen Alexander van der Bellen, aber der arme alte Mann soll von weiteren Zumutungen bewahrt bleiben. Der Kornblumen-Ingenier geht gar nicht. 

Schweren Herzens übernehme ich also ab 8. Juli die Aufgabe der ersten Bundespräsidentin Österreichs. An sich hätte ich mich auf einen ruhigen Sommer im frisch fertiggebauten Baumhaus gefreut, aber euer Wohl geht über meine privaten Bedürfnisse. 

Mein Parteiprogramm: der Salafismus der Liebe. Die Diktatur der Herzen. Die Despotie der Vernunft. 
Da werde ich sehr streng sein müssen. Wer sich nicht ordentlich aufführt und mir Kummer macht, muss fürderhin ohne Abendessen ins Bett. Wer Hasspostings schreibt, kriegt persönlich Schläg' mit dem Fliegenpracker. Wer andere in die Luft sprengt, wird fest eingesperrt und darf Zeit seines Restlebens nur noch "Jede Zelle meines Körpers ist glücklich" hören. In Dauerschleife. Audi-, BMW- und Kastenwagen-Fahrer, die mich per Lichthupe molestieren, nehme ich ihr dummes Fahrzeug weg und lasse es zugunsten der weltweit notleidenden Tiere versteigern.
Das ist mein voller Ernst. 

Mit lieben Grüßen, 
Präsidentin Dominika Meindl (Mag.) 

Dienstag, Juni 21, 2016

Putsch im Pfusch. Tattoos für Regimefeinde

So ein einschichtiges Blog erscheint mir als überaus geeignetes Verlautbarungsorgan für folgende Ankündigung: 




Wenn die Wahl wiederholt werden muss, warte ich gar nicht ab, ob's der doofe Hofer wird, sondern übernehme das Land per Putsch. Niemand muss sich fürchten, ich überweise höchstens ein paar Blödkommentatoren in geschlossene Heilanstalten. Dort müssen sie sich dann gegenseitig die neue Bundeshymne auf Bäuche und Rücken tätowieren. Wird mir egal sein, wenn sie deren satirische Wesenhaftigkeit ignorieren.

Es lebe hoch die Meindlmink!
Hoch das Schlägl, Trink!
Nur sie kann uns erretten
vom Verbot der Zigaretten.
Von Muselmann und Genderwahn,
vom Tempolimit auf der Autobahn.
Wir essen Wurst vom Schweindl,
wir dürfen, sagt die Meindl.

Dienstag, Mai 31, 2016

Was ist das für 1 Künstler-Life?

Sollte mich endlich einmal jemand fragen, ob meine Existenz voll Feuer und Gefahr ist, werde ich dieses Bild herzeigen und sagen: "Backstage nicht so." 


Auf der Bühne (hier zB im TaG beim Tagebuchslam) aber, da knistert und blitzt es vor Action!

Freitag, Mai 13, 2016

Baumhaus: Abgehobener Trend


Bitte, ich möchte auch einmal Teil eines Trends sein! Weil ich mir keinen Hipsterbart wachsen lassen kann und auf meiner Nase keine Ray-Ban hält, habe ich mir also ein Baumhaus in den väterlichen Nussbaum geschnallt. Und was ist? Noch während des Bauens eine Doppelseite in der Krone bunt! Endlich Teil der Mehrheit!


In Echt bin ich jetzt gleichsam glücklich und muss schon überlegen, welcher Kindheitstraum jetzt noch offen ist. Der vielleicht: eine Nacht im Möstl-Markt eingesperrt sein und ALLES zusammenessen.


Montag, April 25, 2016

Rassisches Versagen

Liebes Internet-Tagebuch, voll der Schas!

Du weißt ja, als Künstlerin bin ich sehr auf die fütternde Hand angewiesen. Darum habe ich gleich heute vorauseilend einen Rassetest bei der FPÖ Urfahr gemacht. 
Was soll ich sagen: durchgefallen! Meine Deutschkenntnisse haben halbwegs gereicht, aber bei der Gesichtskontrolle habe ich komplett versagt. Der FPÖ-Ethnologe kam zu diesem Ergebnis:
"Bergtschusch".



Eine Frechheit! Jetzt muss ich hoffen, dass es der Tschickbruder wird, den stört das mit der fehlenden Nordigkeit bei den Genen weniger.

Montag, April 11, 2016

Die Grenzen meiner Welt


Ein psychophysischer Akt im Kampf gegen die Schwerkraft... nein. Besser: Eine soziale Sekundenskulptur zum Zwecke der... uff. Frauen erringen Freiraum durch... Argh! Nein! ICH HABE KEINE AHNUNG, WAS WIR DAMIT SAGEN WOLLEN! KEINE!

Mittwoch, März 30, 2016

Adolf brunzt auf Blumen

Eine Dame mit gachblau gefärbtem Haar schimpft mit ihrem Pitbull, der das mobile Begleitgrün vor meiner Haustüre anbrunzt: "Adolf, wos mochstn schon wieda in de Blumal!" Kurz reitet mich die Lust zu fragen, ob der Hundename eh ironisch oder schon ernst gemeint sei. Dann erinnere ich mich an mein Verbot, Fragen zu stellen, deren Antworten mir nicht gefallen könnten.

Mittwoch, März 16, 2016

Unhöfliche Paparazzi

Wie ein Blitz stroff mich gestern eine Erinnerung. 
Irgendwann am Ende des vorhergehenden Jahrtausends ging ich die Uni-Rampe hinab. Mit einemmal stand ich vor einer Kamera. Ein ORF-Journalist fuhr mit dem Mikrophon knapp unter meine Nase und frug: "Kennen Sie Fritz Dittlbacher?" Zu schnell gefragt konnte ich nur "Naaaa" murmeln, der Mann hakte streng nach, "Hier an der Uni: Fritz Dittlbacher kein Begriff?!", ich schüttelte den Kopf und schlüpfte beschämt aus dem Kameralicht. Fünf Meter weiter drehte ich mich um und erkannte, dass es Dittlbacher selbst gewesen war, der nach sich gefragt hatte. Mein hölzern-inkompetentes Auftreten verstörte mich mehr als seine bizarre Selbstsuche. Noch wochenlang hatte ich damals Angst, dass mein Versagen und Dittlbachers Selbstfindung gesendet würden.
Heute ist er ORF-Chefredakteur und ich immer noch ich. 

Dienstag, März 15, 2016

Heute war nichts los.

Herrjeh! März ist schon wieder und ich habe mir noch nichts Neues ausgedacht, geschweige denn erlebt. Aber ihr seid ja ohnehin vom Internet nicht so verwöhnt, da reicht ein niedliches Hundebildnis (Bonus: Stickpolster) bis in die Haut hinein. There you go, Welt: 


Samstag, Februar 27, 2016

Eisbein, politisch unzuverlässlich

Soeben hatte ich Freunde zu Besuch, aka "soziale Kontrolle". Und was müssen die entdecken? Braune Flecken in meiner Küchenbibliothek! 


Und ich hab' mich schon gewundert, warum alles, was ich daraus nachgekocht habe, immer nur nach Eisbein und Kraut schmeckt.

Montag, Februar 22, 2016

Warum Sachen fliegen


Einem alten Orakelspruch zufolge ist Wissenschaft schön, macht aber viel Arbeit und das Volk weiß nicht recht, zarwos sie gut ist. Auch in mir wohnten diese Fehlverständnisse. Heute aber weiß ich: Naturwissenschaft ist zum Beispiel dafür gut, dass ein Flugzeug sein gottgefälliges Tun vollzieht, ohne vom Himmel zu stürzen. Eine erleichternde Einsicht! Früher war ich beim Mitfliegen immer sehr angespannt, da ich glaubte, es flöge nur kraft meiner gedanklichen Unterstützung. 
Wollt auch ihr vom Blitz der Aufklärung erhellt werden, kommt's zur Lesebühne

Montag, Februar 15, 2016

Bonjour Tristesse in Urfahr

Zwei angejahrte Herren vor dem Sonnstein-Büffet:

"Dei Frau is im letztn Joah gstorbn!"
"Wer?"
"Dei Frau!"
"Meine?"
"Jo!"
"Jo."
"Und bist jetzt gaunz allaa?"
"Ha?"
"Allaa?"
"Jo."

Auszudenken vermöchte ich mir so etwas Trauriges nicht.

Montag, Februar 01, 2016

Eichen und Schweine


Es zahlt sich schon aus, wenn wir Lesebühnenschweinderl uns an den großen Eichen im Wald reiben - Shakespeare gibt was her! Wie es am Freitag war, könnte man hier im OLW-Blog ein wenig ausführlicher und opulent illustriert nachlesen.


Freitag, Januar 22, 2016

Lesebühne: Shakespeare und Schlägls Bier






Freitag, 29. Jänner, 20 Uhr, Florentine

Mink Lear verzweifelt an der undankbaren Nachkommenschaft, Romeo ist ein derber Bsuff, die Putz-Familie ertrinkt in Blut und Verderben. Also alles wie immer bei den Original Linzer Worten: Geschichten voller Getöse und Furien, erzählt von Idioten, die nichts bedeuten!

Mittwoch, Januar 20, 2016

Kleinstadt und Geschlecht

Natürlich ist eine Jugend, die beim allerersten Stadtschnee nichts besseres zu tun hat, als ein riesiges Geschlechtsorgan damit zu symbolisieren, recht verpeilt. Sie verdient unsere Sorge. Aber auch unser Mitgefühl, sie lebt in Wels. 


Andererseits können Menschen, die so wie ich ein elftägiges Kunstgeschichtestudium "absolviert" haben, nicht umhin, die Präzision der Ausführung zu loben. Mühewaltung im Ordinären, das ist nicht nichts!

Dienstag, Januar 12, 2016

Gut, kandidiere ich halt auch!

Slogan habe ich auch schon:

Meindl! Auch nicht schlimmer als die anderen, aber zumindest jünger! 



Ich liebäugle ja damit, mich von der FPÖ aufstellen zu lassen. Entweder führe ich mich dann schon im Wahlkampf so auf, dass sich die Blaunen z'Tod ärgern (s. Symbolbild oben), oder ich lasse mich von der Welle der Doofen ins Amt spülen und verändere das System dann von oben herab.

Freitag, Dezember 18, 2015

Weihnachtsfrieden auch für Demokratiemilben!



Eine Minute, bevor ich dieses wunderschöne Arrangement in meinem Parkhaus vorfand (s.o.), hatte mir ein Freund erzählt, er habe unlängst im Iran mein Blog nicht ansehen können, weil die Mullahs das nicht freischalten. Schön! So habe ich gleich zwei Geschenk-Narrative mit totalitärem Hintergrund bekommen.
Deswegen möchte ich zum Dank über meinen Schatten springen und fürderhin auch den Blaunen meine Dienste als Deutsch-Instruktorin anbieten. Rechtschreibung ist ja keine Einbahnstraße, das sollen nicht nur die Flüchtlinge können. Schon aus pragmatischen Gründen! Wenn nur noch wir Fremden Deutsch können, schnappen wir den Bio-Austriaken noch mehr Jobs weg.
In diesem Sinne: Es muss richtig "Versprechen gehalten" heißen, ihr identitären Arschglatzen. 
Gruß, Meindl


Dienstag, November 24, 2015

Tinder für Geizkrägen: Billige Singles in deiner Nähe!

Gnä' Welt, 
begutachte und nutze bitte fürderhin meine neue Businessidee: Meindls seriöse und kostengünstige Partnervermittlung!


Es geht so einfach: Unbemannte und -frauenlose Leute posten ihr Antlitz in meinen Kommentarteil da unten, die anderen dürfen sich dann aussuchen, wen sie am knusprigsten finden. Man trifft sich in der Realität, beschläft einander, bleibt auch im Beziehungsalltag wertschätzend und gedenkt meiner immerdar in Dankbarkeit. Die 10 Cent hole ich mir dann bei der Kindstauf'.

Mittwoch, November 18, 2015

Wels macht sich auf den Weg, mir auf den Arsch zu gehen

Blaues Wels, jetzt geht's los, nicht wahr? Das Magistrat für Frauen, Integration und Gleichbehandlung lässt mir - selbstverständlich nicht direkt - ausrichten, dass meine Kolumne nicht mehr im Amtsblatt zu erscheinen hat. Auf meine verärgerte Nachfrage wird mir mitgeteilt, dass "politische Entscheidungsträger" dahinter stünden. Und inhaltlich sei das "ja wirklich nicht ok":

Nun. Jeder echte Satiriker, jede echte Kabarettistin lacht mich aus - das bissi (s.o.) soll kritisch sein? Spannend ist, dass das Magistrat vorauseilend zensiert, und zwar noch vor der blauen Machtübernahme. 
Der Verein REIZEND!, der in jahrelanger Kooperation mit dem Magistrat die Beilage des Amtsblattes gestaltet hat, beendet ab heute von sich aus die Zusammenarbeit, und zwar wegen der "Eingriffe in unsere redaktionelle Arbeit".

Weil das ohnehin nur ein kleines Blog mit 17 LeserInnen ist, schreibe ich jetzt einfach das her: 
Feige Nüsse!

Montag, November 09, 2015

Fotomeuchel: Das hat sich der Achleitner nicht verdient!


Wer so (s.o.) ein Bild vom überaus sympathischen Friedrich Achleitner anfertigt und dann auch noch veröffentlicht, ist wohl ein wenig vom Gerüst gefallen! Oder er ist ich und will die Energie des berechtigten Ärgers zu Marketingzwecken nutzen. Denn: Leset alles von ihm! Kaufet seine Bücher ("Wie entwirft man einen Architekten", "Wortgesindel")! Geht sehr oft in das Linzer Architekturforum! Jetzt!

Dienstag, November 03, 2015

Der Grusel vor Frisuren


Eine meiner bedeutenderen Ängste betrifft das Singenmüssen vor nichtverwandten Menschen. Von daher war der vergangene Freitag aber SO eine paradoxe Intervention. Wie's war, steht im Lesebühnenblog. Damit das im Übrigen auch im Internet verewigt ist: Meine größte Angst geht so, dass der Mensch, der mir sexuell behilflich ist, sich hinten die Haare wachsen lässt, sich ein Indianerfedernflinserl ins Ohr tut und mich dann fragt: "Na, wie sehr liebst du mich wirklich?!" Ich muss ihn dann natürlich sofort ausjagen. Aber woher kriegt man heute noch gutes Personal?